Humanisten
Templin

Humanistisches aus der Uckermark und der Welt

21. Dezember 2015
von Rüdiger
12 Kommentare

Wir schaffen das nicht – Abschied von der Integration

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Wir hätten es schaffen können, hätte die Politik von Anfang an agiert, statt nur zu reagieren und die richtigen Zeichen gesetzt, aber es kamen leider die falschen.

Zwei Beispiele:

Den Anfang machte Frau Merkel mit „Wir schaffen das“, eine Losung, die mich in ihrer Aussage an „Der Sozialismus siegt“ erinnert. Genauso wie damals wurde klar vorgegeben, wie zu denken und zu sprechen sei. Von Anfang an wurde eine Kultur, in der zu erwartende oder denkbare Probleme offen diskutiert werden könnten, verhindert. Fanden doch mal Bedenken den Weg in die Öffentlichkeit, gab es blamable Reaktionen. Auf die Frage, ob man vor dem Islam Angst haben müsse, hatte die Kanzlerin ein Patentrezept: „Wir müssen nur wieder mehr in die Kirche gehen und in der Bibel lesen“. )1

So wird die ideologische Teilung des Landes vorbereitet. Die unterschiedlichen Formen des Aberglaubens gegeneinander und alle gemeinsam gegen die Säkularen. Der Gedanke, in so einer Lage wäre konsequenter Laizismus angebrachter, also die Fragen der Religion als eine private Angelegenheit zu betrachten und Staat und Religion konsequent zu trennen, sollte gar nicht erst aufkommen.

Noch schlimmer daneben lag der linke Ministerpräsident Thüringens, Bodo Ramelow, mit seinem Verständnis für das gewalttätige Verhalten einer Gruppe von Flüchtlingen. Er äußerte allen Ernstes Verständnis für einen bis zu 60 Mann starken – leider muss man das so formulieren – Mob in einem Suhler Flüchtlingsheim, der einen Konvertiten, der seinen Koran zerrissen hatte, lynchen wollte.


Laut Presseberichten wurde ein Brand an das Zimmer der Wachleute gelegt, in das sich das potentielle Lynchopfer geflüchtet hatte, die eintreffende Polizei eingesperrt, das darauf gerufene Sonderkommando einschließlich anwesender Journalisten mit Eisenstangen angegriffen und insgesamt ein Schaden von ca. 400.000 Euro verursacht. Aber was zählte das schon gegen das Zerreißen eines Korans.


„Das geht gar nicht“ befand Ramelow und meinte damit das Zerreißen eines religiösen Buches.)
2 Er stellte damit die Werte unseres Grundgesetzes auf den Kopf. Selbstverständlich kann jeder, auch im Sinne einer Meinungsäußerung, Bücher zerreißen, wie er will – so lange es nur seine eigenen sind. Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit und sogar auf das Leben sind jedoch klar verboten.

Die Kanzlerin hätte Ruhe in die Situation bringen und unbegründete Ängste nehmen können, wenn sie erklärt hätte, welchem Plan sie folgt. Aber außer der unrealistischen Hoffnung, über eine europaweite Verteilung der großen Anzahl von Flüchtlingen Entspannung schaffen zu wollen, gab es nichts. So wuchsen Ängste und wurden weidlich von offen und verdeckt agierenden Nazis genutzt, um sich als mögliche Retter ins Spiel zu bringen. Mit einigem Erfolg, denn nicht jedem der Verführten war klar, dass deren einfache Lösungen keine Lösungen sind.


Unterstützt wurde dieser Rechtstrend von den demokratischen Parteien. Weil diese sich durchweg weigerten, Antworten auf Fragen nach den zu erwartenden Problemen zu geben oder die überhaupt nur zu benennen, sorgten sie für zusätzlichen Zulauf im Spektrum rechts außen. Auch Bürger, die Probleme auf uns zukommen sahen, wurden in die rechte Ecke gestellt. Auf diese Weise „sorgten“ unsere Politiker mit für das Erstarken der sog. rechten Szene.

Warum die Integration scheitern wird

Eine verfahrene Situation, in der Politiker mit Gestaltungs- und Entschlusskraft aus den etablierten Parteien gefragt wären. Leider zeigt sich da keiner.

Grund genug für mich, selbst einmal Ideen und Vorschläge zu entwickeln. Die können, schon mangels ausreichender Informationen, nicht bis zum Schluss ausformuliert und durchdacht sein, sie können sogar völlig falsch sein. Vielleicht aber stellen sie eine Grundlage für eine offene Diskussion dar. Dabei sollte als Zielsetzung gelten, den Flüchtlingen möglichst umfangreich helfen zu können, ohne dabei die Interessen der ansässigen Bevölkerung zu vernachlässigen.

Wir müssen offensichtlich davon ausgehen, dass wir es mit dem Beginn einer Völkerwanderung zu tun haben. )3 Kriege werden nicht abnehmen, sondern in Folge des Klimawandels und dem damit verbundenen Kampf um Ressourcen, zunehmen.)4 Die Zuwandererzahlen werden weiter anwachsen und schon allein diese schiere Masse eine erfolgreiche Integration nahezu unmöglich zu machen.)5 Folgen wir der bisherigen Politik „Refugees welcome“, wäre dabei besonders mit folgenden Problemen zu rechnen:

– Die Sozialsysteme werden überlastet und können nicht mehr oder nicht mehr in dieser Form gehalten werden. Mieten werden durch ständig steigende Nachfrage nach Wohnraum steigen. )6 Löhne, besonders in den unteren Gruppen, werden sinken, weil sich ein großes Angebot billiger Arbeitskräfte entwickeln wird. Die Aufhebung des Mindestlohns für Zuwanderer wird bereits diskutiert.

Das wiederum führt zu einem Konkurrenzkampf besonders in den unteren Einkommensgruppen. Rechte und ganz rechte Gruppierungen werden das ausnutzen und damit werden Ausländerfeindlichkeit und Terror gegen Ausländer zunehmen. Von Linksaußen wird es eine Gegenbewegung geben und die Spaltung der Gesellschaft wird voran schreiten. )7

– Während hauptsächlich Un- bis wenig Gebildete einwandern (der gern zitierte syrische Arzt ist eine absolute Ausnahme), wandern gleichzeitig besonders qualifizierte Deutsche aus.)8 Das allgemeine Bildungsniveau wird sinken und mit ihm die Produktivität und damit auch die Leistungsfähigkeit, überdurchschnittliche hohe Sozialleistungen zu erwirtschaften.

– Zwei Drittel der Zuwanderer sind Männer. Es kommt zur Bildung von „Erpelgruppen“. Solche nur aus Männern bestehende Gruppen gehen gemeinsamer Freizeitgestaltung nach und bilden eine ideale Grundlage für Radikalisierung.)9

– Die geweckten hohen Erwartungshaltungen der Zuwanderer können nicht erfüllt werden.)10 Es besteht die Gefahr, dass die meisten von ihnen das nicht auf ihre zu hohe Erwartungshaltung bzw. andere persönliche Ursachen zurückführen sondern auf das Aufnahmeland.

Da Deutschland nicht konsequent säkular ist, vielmehr staatsreligiöse Züge trägt, wird ein großer Teil die Ursache des persönlichen Scheiterns in der Missachtung der eigenen Religion sehen und sich den hiesigen fundamentalistisch orientierten muslimischen Organisationen zuwenden. Eine weitere Grundlage zur Radikalisierung und Herausbildung von Parallelgesellschaften.

– Aus den Herkunftsländern mitgebrachte verfestigte Anschauungen wie Judenhass, Sexualfeindlichkeit und Unterdrückung der Frau, überhaupt die Auffassung von der gesellschaftsbestimmenden Rolle der Religion, werden unsere offene und liberale, vom Gedanken der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums geprägte Gesellschaft nachhaltig ändern. )11

Alle diese Probleme erschweren eine erfolgreiche Integration ganz erheblich. Ein weiteres wird sie unmöglich machen.

Die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Integration ist die gesellschaftliche Teilhabe. Die wird vor allem durch Erwerbsarbeit erreicht. Sie ermöglicht nicht nur den Aufbau eigener Verantwortlichkeit, sondern bringt auch wichtige persönliche Bestätigung. Fehlt diese Erwerbsarbeit, bilden sich schnell muslimische Parallelgesellschaften, wie sie schon jetzt in den Ballungsgebieten existieren und bekanntlich der Politik große Sorgen bereiten. Auch Sprachkompetenz wird sehr viel über Arbeit erreicht.
Übrigens, im Bereich der deutschen Langzeitarbeitslosen kennen wir dieses Phänomen auch. Allerdings in nicht so auffälliger Form, weil der Großteil der Werte und Verhaltensweisen dort mit der übrigen Gesellschaft übereinstimmt. 

Die Industrie hat bereits zu erkennen gegeben, dass die derzeit Zuwandernden aus Syrien, Irak und Afghanistan nicht die dringend benötigten Arbeitskräfte darstellen. Zu niedrig ist das Niveau ihrer Ausbildung und Sprachkenntnisse und zu aufwändig und langwierig, das zu ändern. Bei einem Modellversuch der Bundesanstalt für Arbeit wurden in 9 Städten 1000 ausgesuchte Flüchtlinge besonders gefördert. Trotzdem fanden nur 67 einen Arbeits- und 27 einen Ausbildungsplatz. Gerade im Bereich der weniger Qualifizierten werden aber in den nächsten Jahren durch die weitere Automatisierung immer mehr Arbeitsplätze weg fallen. Die ganz große Zahl der Zuwanderer, besonders dann, wenn wir realistischer Weise von einer andauernden Zuwanderung ausgehen, wird also in den Sozialsystemen landen und somit keine Chance zur Integration haben.)12 Es bleibt nur ein Schluss:

Integration wird zumindest für das Gros der Zuwanderer nicht möglich sein!

Elemente alternativer Lösungsmöglichkeiten

Wenn aber eine Idee, so erstrebenswert deren Zielsetzung auch sein mag, nicht verwirklicht werden kann, darf man diese nicht weiter verfolgen und muss alternative Lösungsmöglichkeiten entwickeln.

Diese kann ich zwar nicht bieten, aber doch Anregungen geben. Auch wenn die im ersten Moment auf Ablehnung stoßen und mit Sicherheit von Diesem und Jener als fremdenfeindlich empfunden werden, bin ich überzeugt, dass sie für die Masse der Flüchtlinge eine ebenso gute Lösung darstellen wie für uns. Folgende Gedanken stelle ich hier zur Diskussion:

– Es wird genau zwischen Flüchtlingen und Asylsuchenden auf der einen und Einwanderern auf der anderen Seite unterschieden. Die Unterscheidung erfolgt nach einem noch zu schaffenden und sowohl die Interessen des Einwanderers als auch die des aufnehmenden Landes berücksichtigendem Einwanderungsgesetz. Dauerhafter Aufenthalt bzw. Integration erfolgen gemäß Einwanderungsgesetz, die Duldung von abgelehnten Asylbewerbern wird abgeschafft. Flüchtlinge und Asylsuchende erhalten nur noch eine zeitlich begrenzte Aufenthaltsgenehmigung und müssen, sobald zumutbar, wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Auch, weil sie dort mit Sicherheit sehr gebraucht werden.

– In dieser Zeit werden sie möglichst in den Berufen ausgebildet, die für den Aufbau ihrer Herkunftsländer am bedeutsamsten sind. Dazu werden die Bildungswilligsten und -fähigsten besonders gefördert. Sie können dann als Multiplikatoren fungieren, in ihren Heimatländern aber auch schon hier.  Auch als Lehrer für ihre Kinder, die erst einmal in ihren Heimatsprachen lesen und schreiben lernen müssen ehe sie noch Deutsch lernen.

Finanziert werden diese Maßnahmen aus Mitteln, die bisher für Zwecke der Integration gedacht waren, sowie aus Mitteln der Entwicklungshilfe, deren gute Absichten oft genug verfehlt wurden und nach aller bisheriger Erfahrung zu großen Teilen in dunklen Kanälen versickerten.
– Jeder Flüchtling darf sofort Arbeit aufnehmen, auch wenn das in der Praxis schwierig sein wird. Deshalb ist dort besonders auf Mithilfe bei der Betreuung anderer Flüchtlinge zu setzen. Wer die Fähigkeiten bereits besitzt oder hier erworben hat, kann z.B. bei der Ausbildung und Betreuung anderer Flüchtlinge, als Dolmetscher oder ähnlichem eingesetzt werden.

– Die Unterbringung erfolgt nicht mehr integrationsorientiert. Das ermöglicht es, nach Herkunftsländern und Ethnien zu trennen, um religiöse und ethnische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Es werden Aufnahmeeinrichtungen geschaffen, die mit eigener Infrastruktur bis hin zu Schulen und medizinischen Einrichtungen auf Dauer angelegt werden und im Prinzip kleine Städte darstellen.

– Nachzug für Familienangehörige gibt es nur, wenn deren Existenz in vollem Umfang vom hier bereits lebenden Familienmitglied bzw. Familienmitgliedern gewährleistet werden kann.

– Flüchtlingslager in den Anrainerländern werden international finanziert, um einen Mindeststandard zu gewährleisten.

– Die europäischen Außengrenzen werden so gesichert, dass keine unregistrierte Einwanderung mehr möglich ist. Gleichzeitig werden Möglichkeiten geschaffen, Asylanträge legal stellen zu können.

Dazu können Hotspots dienen, die sogar mobil sein könnten. So könnten beispielsweise Urlauberschiffe zu schwimmenden Aufnahmeeinrichtungen umgebaut, mit entsprechenden Beamten besetzt und militärisch gesichert werden. Sie könnten dann vor Küsten Flüchtlinge auf- und Asylanträge annehmen. Abgelehnte Asylbewerber werden sofort zurückgeschickt, die akzeptierten per Linienschiff in verschiedene Aufnahmeländer gebracht.

Finanziert werden könnte das teilweise aus den Militäraktionen gegen Schleuser und der Rettung von Bootsflüchtlingen, die sich dann erübrigen würden. Der Schleusermarkt verlöre seine Grundlage.

Durch diese oder weitere denkbare Maßnahmen würden Unruhe und Ablehnung auslösende Konkurrenzsituationen z.B. auf dem Wohnungsmarkt, in Schulen und bei ärztlicher Versorgung vermieden werden. Die derzeit unrealistisch hohe Erwartungshaltung von Flüchtlingen würde gar nicht erst entstehen und die Gefahr der Enttäuschung oder gar die Entwicklung von Frustration und Aggression entfiele. Aber auch die durchaus begründeten Besorgnisse der deutschen Bevölkerung würden stark verringert und den Rechtsextremen die Basis für die Verbreitung ihrer Ideologie genommen werden. Ein möglicher Ruck des Landes in rechtsextreme Positionen könnte so vermieden werden.

Einen letzten, schwierigen Punkt müssen wir selbst leisten. Es gilt, die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Es muss Schluss damit sein, alle Kritiker der bisherigen Flüchtlingspolitik als Rechte und Fremdenfeinde in die eine Ecke zu stellen und alle Befürworter als hemmungslose Idealisten und Gutmenschen in die andere. Wir müssen in einer Demokratie, die vom Dialog lebt, akzeptieren, dass andere Menschen andere Meinungen haben, folglich miteinander über unsere Meinungsverschiedenheiten reden. Nur wenn wir miteinander im Gespräch bleiben und in diesen Gesprächen keine Denkverbote setzen, können wir unsere offene und liberale Gesellschaft erhalten.

)1 http://www.welt.de/politik/deutschland/article146183441/Merkels-deutliche-Botschaft-an-alle-besorgten-Buerger.html

)2 http://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlingsheim-in-suhl-streit-zwischen-fluechtlingen-ueber-koran-eskaliert/12211756.html

)3 http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149576173/Sie-wollen-alle-nur-weg-aus-ihren-toten-Laendern.html

)4 http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/flucht-klimawandel-klimafluechtling-migration-kleinbauer

)5 https://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-integration-101.html


)
6 http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wohnungsmarkt-fluechtlinge-und-studenten-konkurrieren-um-wohnungen/12372748.html


)
7 http://www.mdr.de/nachrichten/polarisierung-fluechtlingsdebatte100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

)8 http://www.expat-news.com/20872/life-style/studie-warum-viele-deutsche-auswandern/

)9 http://www.zeit.de/2015/45/bevoelkerungsentwicklung-einwanderung-buergerkrieg-fluechtlinge-maenner
http://www.express.de/koeln/koeln-sexuelle-uebergriffe–opfer-erzaehlt-vom-horror-am-hauptbahnhof-23252186

)10 http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-%E2%80%9EDie-Enttaeuschung-ist-oft-gross%E2%80%9C-_arid,1162525.html

)11 http://www.taz.de/!5254751/

)12 http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsmarkt-arbeitsministerin-nahles-will-jobs-fuer-zehntausende-fluechtlinge-1.2773302

27. Februar 2014
von Rüdiger
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Spiritualiät im Humanismus

– ein kurzer Bericht vom Februarstammtisch.

Jeder der Teilnehmer hatte ein kleine „Hausaufgabe“ und fast jeder hatte die auch gemacht. So knapp wie möglich sollte, ohne vorher irgendwo nachzuschlagen, zusammengefasst werden, was man unter Spiritualität versteht.
Die Bandbreite war so groß, dass tatsächlich jeder ein anderes Verständnis von diesem Begriff hatte.

Da gab es eine Art medidativer Sicht, die das in sich gehen und den Glauben an sich selbst auch als höherem Wesen betonte. Da gab es aber auche eine eher spiritistische Sicht. die sich auf nicht erklärbare Erscheinungen von Wesenheiten und Phänomenen bezog. Göttliche Leitimpulse war ein weiters Verständnis des Wortes Spiritualität, eine andere die Zusammenfassung bestimmter Gefühle in bestimmten Momenten die einen Letztbezug zum Übernatürlichen haben. Auch der Glaube an eine als göttlich bezeichnete Durchdringung der Materie von „Geist“ im weitesten Sinne wurde als Spiritualität verstanden.

Schon das macht klar, dieser Begriff ist kaum fassbar. Das macht es schwer zu urteilen, ob es Spiritualität überhaupt gibt. Wenn man es nicht genau umgekehrt sehen möchte und wegen der Beliebigkeit des Begriffes schlussfolgern will, Spiritualität gibt es auf jeden Fall. Nur bliebe dann immer noch die Frage, welche denn? Weiterlesen →

BergmMythos

7. Februar 2014
von Rüdiger
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Christlich-abendländische Kultur. Eine Legende

BergmMythosSchatten über Europa„, in dem der große Anteil des Christentums am Niedergang antiker Hochkultur und des „finsteren“ Mittelalters in nachvollziehbare und  gut lesbarer nachgewiesen wird, haben wir schon lange auf unserer kleinen Buchempfehlungsliste. Nun ist „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende„, der dritte Teil der Auseinandersetzung mit dem Einfluss des Christentums auf die Gesellschaft, der erste war „Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christentums„, erschienen. Bergmeier gelingt es hier, wie gewohnt gut belegt, diese heute oft sogar christlich-jüdische genannte,  angebliche unsere Werte prägenden Kultur des Abendlandes als Mythos zu entlarven.

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16. Oktober 2013
von Rüdiger
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Patientenverfügung – warum, wie, wann und für wen?

Dipl.-Sozialwirt Frank Spade von der Bundeszentralstelle Patientenverfügung in Berlin wird in einem Muldimediavortrag ausführlich alle die oben genannten Fragen beantworten. Natürlich gibt es auch genügend Gelegenheit für die Besucher, eigene Fragen zu stellen.

Wir würden uns freuen, auch Sie

  • am Freitag, d. 25. Oktober 2013
  • um 19:00 Uhr
  • im Historischen Rathaus Templin

bei einem Eintritt von 1,50 Euro begrüßen zu dürfen. Weiterlesen →

Konfessionslos in der Schule

10. September 2013
von Rüdiger
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Konfessionslos in der Schule – Ein Ratgeber

Vor fast genau einem Jahr war es ein Buch über die Erlebnisse eines Grundschullehrers, das mich echt beeindruckt hat. In unterhaltsamem Ton hatte Philipp Möller in „Isch geh Schulhof“ ganz beiläufig noch eklatante Schwächen des deutschen Bildungssystems aufgedeckt.

Als vor einem halben Jahr R. D. Precht sein „Anna, die Schule und der liebe Gott“ nachschob, ließ ich es beim Lesen der Inhaltsangabe.

Nun legt Rainer Ponitka als Herausgeber den Ratgeber „Konfessionslos in der Schule“ vor. Weiterlesen →

28. Juni 2013
von Rüdiger
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Umstrittene Staatsleistungen an Kirchen werden weiter gezahlt

 

Wie die TAZ berichtet, wurde heute ein Antrag der Linkspartei zur Ablösung der enormen jährlichen Staatsleistungen  an die Kirchen im Bundestag, mit der Mehrheit von Union, SPD und FDP bei Enthaltung der Grünen, abgelehnt.  Die Linke hatte vorgeschlagen, „eine einmalige Entschädigungszahlung in Höhe des Zehnfachen des zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes gezahlten Jahresbeitrags“ , das wären immerhin 4,8 Mrd Euro, zu leisten.  Sie konnte sich auf einen klaren Verfassungsauftrag berufen, der aus der Weimarer Verfassung übernommen wurde. Danach hätten die Zahlungen bereits seit über 90 Jahren nicht mehr erfolgen dürfen.

Genau darin sieht die SPD aber nun einen Grund, sich auch jetzt noch reichlich Zeit zu und, womöglich, alles beim Alten zu lassen.
Die Kirchen wären mit der Ablösung einverstanden, aber nicht mit der Summe. Sie fordern 19,2 Mrd Euro.

Dabei hätten sie sich schon über die angebotenen 4,8 Mrd Euro freuen sollen, denn es gibt überhaupt keinen Anspruch auf diese Zahlungen, der abgelöst werden müsste. Man könnte sie einfach einstellen.

Im Wesentlichen wird der ewige Geldfluss vom Staats- ins Kirchensäckel mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 begründet, der angeblich Entschädigung für Enteignung von Kirchenländereien sein soll.

Hier gibt es gleich 2 Fehler.

1. Die Kirche wurde nicht, bzw. nur in wenigen Ausnahmen, enteignet.  Bei den betreffenden Ländereien handelte es sich nicht um Besitz, sondern um Lehen.  Die wurden einfach neu verteilt.

2. Damit die Kirchenfürsten, die nun ohne Ländereien und somit ohne Einnahmen da standen, weiterhin ein standesgemäßes Leben führen konnten, sollte sie vom Staat alimentiert werden. Auf Lebenszeit, nicht in alle Ewigkeit. Der Reichsdeputationshauptschluss ist da ganz eindeutig, wenn er in § 50 sagt:
„Den sämmtlichen abtretenen geistlichen Regenten ist nach ihren verschiedenen Graden auf lebenslang eine ihrem Range und Stande angemessene freie Wohnung mit Meublement und Tafelservice, auch den Fürstbischöfen und Fürstäbten des ersten Ranges ein Sommeraufenthalt anzuweisen; wobei sich von selbst versteht, daß dasjenige, was ihnen an Meublen eigenthümlich zugehört, ihnen gänzlich überlassen bleibe, das aber, was dem Staate zugehört, nach ihrem Tode diesem zurückfalle.“

Also ein Grund, sich zu freuen, dass die Ablösung und damit ein weiteres Geschenk an die Kirchen nicht zustande kam?

Ich fürchte nicht. Vielmehr ist zu vermuten, dass CDU, SPD und FDP weiter treu auf Kirchenrepublikskurs bleiben und entweder alles beim Alten lassen oder die Forderung der Kirchen nach einer Ablösungssumme von 19,2 Milliarden erfüllen werden. Da spielt es auch keine Rolle, dass, selbst wenn die betreffenden Ländereien nicht Lehen, sondern Kirchenbesitz gewesen wäre, deren Wert im Laufe der Jahre bereits mehrfach abgezahlt ist.

16. Mai 2013
von Rüdiger
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Towelday in Templin

Der Humanistische Stammtisch Templin lädt alle Fans von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ und solche, die es werden wollen ein, sich zum Towelday am 25.05.2013 um 14:00 Uhr auf dem Marktplatz Templin zu treffen. Wir nehmen vor dem Historischen Rathaus Aufstellung zu einem zünftigen Gruppenfoto.

Wer das so ziemlich praktischte Ding des Universums, ein Handtuch, dabei hat, bekommt einen Pangalaktischen Donnergurgler spendiert.

Weil auf dem Markplatz kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, in der bekömmlicheren alkoholfreien Variante.